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Sept 3rd 2010



 


.Back from  FINNLAND ...
Trip to HELSINKI & TURKU


 OFF to MEXICO CITY !!!
M-CITY & GUANAJUATO...

 
PINK MARTINI-Interview 

 

CINESOUNDZ  EARBOOK:
Auswahltitel z. Deutschen
Fotobuchpreis  von 2008
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DJ Koze - Reincarnations
Bronnt Industries Kapital - Hard For Justice
beide: Get Physical / Rough Trade                                                                                                             TIP !
 

 
 

 
Warum gibt es nicht mehr DJ-Produzenten mit dem melodischen Gespür von Herrn Kozalla, des Hamburger Spezialisten für musikalische Reinkarnation. Beatles-Yogi Maharishi Mahesh grüsst denn auch vom Cover des Nachfolgers von "Music Is Okay". Auf dieser wie aus einem Guss wirkenden Sammlung von Koze-Remixen von 2001 bis 2009, darunter so unterschiedliche Vorlagen wie Malarias "Kaltes Klares Wasser", Matthew Dears "Elementary Lover", Sascha Funkes "Mango Cookie" oder Matias Aguayos "Minimal" offenbart sich einmal wieder das Talent des International Pony-Mitglieds zu fantasievoll-verspieltem Umarrangieren. Und als ruhige Zugabe nach einer kurzweiligen Cosy-Stunde fungiert das  Sahnehäubchen `Ich Liebe Euch' von - Hildegard Knef
Play the whole album!
www.djkoze.de/


"Hard For Justice ist das neue und mittlerweile dritte Album von Bronnt Industries Kapital. Das britische Duo besteht aus Produzent und Multiinstrumentalist Guy Bartell sowie  Gravenhurst-Mastermind Nick Talbot, wobei Bartell federführend ist und einige der Tracks alleine verantwortet hat. Hier erklingt eine melodisch durchaus reizvolle Melange aus  80s-direct to Video-Movie-Sound, unverhüllten Giallo-Anklängen a la Goblin (siehe Track 3 "Threnody for the Victims of Lucio Fulci") und weiteren Reminiszenzen an Electro-Altväter wie Neu! oder Giorgio Moroder. Tanzbar wurde das Ganze ab und zu auch noch gehalten: Play Tracks 1,4, 6 - und dann funktionitiert BIK Vol.3 am besten.


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  Movido - Movido Dubs
 

  Loveslap! Recordings - Groove Attack                                 
 

   

 

“Movido Dubs” ist das Debüt des Duos Movido aus San Francisco. Charles Spencer und Mauricio Aviles sind schon länger in der dortigen Szene aktiv, Spencer war 1997 einer der  Gründer von Loveslap! Recordings und ist bereits auf mehr als 200 Platten vertreten, bekannt wurde u.a sein Remix von Zap Mamas “Crazy Life”. Aviles hat als Produzent & DJ den  ‘San Francisco Sound’ mitgeprägt, nachzuhören u.a. auf dem Naked Music-Release "Nude Dimensions II”. Dort knüpfen auch die warmen House-Beats von "Movido Dubs" an, denen über die gesamte Laufzeit jedoch ein paar Variationen mehr gutgetan hätten. Ohne einnehmende Vocals bleibt man nach gutem Einstieg letzendlich doch "Incidental Tourist" auf dieser Platte.                        www.myspace.com/movidodubs



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  Miss Kittin and the Hacker - Two
 

   Nobody´s Bizzness / Groove Attack                                                                                                      
 

   



Miss Kittin alis Caroline Hervé und ihr Hacker Michel Amato agieren als unabhängige Autoren, Musiker, DJs und Produzenten. Auf  “Two” hingegen betont das Duo seine Gemeinsamkeiten und widmet sich
eingängigem, cluborientierten, europäischen Cyberpop mit überdeutlichen 80s-Einflüssen. Magic Fly-Synthies, Los Ninos del Parque-Sound oder das "Heart of Glass"-Intro springen einen unter anderem an, Retro und Space Disco regieren. Das ist ein paar Nummern lang ganz hübsch, langweilt aber spätestens bei der einfallslosen und überflüssigen Version von "Suspicious MInds".
www.myspace.com/kittinmusic
 


Dillanthology
Various Artists - Rapster Records /  K7!  / Alive

Der 2006 mit nur 32 aus dem Leben geschiedene James Dewitt Yancey, besser bekannt als J Dilla oder Jay Dee war ein einflußreicher Hip Hop-Producer, dessen Produktionen für Szenegrößen wie De La Soul, Erykah Badu, The Pharcyde, Busta Rhymes, Common, Amp Fiddler und die eigene Formation Slum Village auf dieser posthumen Zusammenstelllung gewürdigt werden. Auch wenn hier Arbeiten für Janet Jackson oder A Tribe Called Quest fehlen, ist "Dillanthology" ein gelungener Querschnitt durch die stets einen Rest von Soul bewahrenden Arbeiten des unter Kollegen auch für seine Soloalben geschätzten Produzenten.
www.myspace.com/jdilla



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  tosca - no hassle
 

  G-Stone / K7 /  Alive                                                                                                                                          TIP
 

   

 

Die G-Tone-Veteranen Tosca, d.h. die Herren Richard Dorfmeister und Rupert Huber, gehen in sich - "No Hassle". Gegenüber den clubtauglichen letzten Releases besinnt sich das Wiener Duo wieder auf seine instrumentalen Kern-Stärken. Alles fliesst mal wieder seeehr mellow und entspannt ineinander, Saiten klingen, warme Bässe ziehen Linien , sanfte Percussion und zurückhaltende Elektronik, Chöre und gelegentliche Sprachfetzen - Soundscape-Transit für die Ohren, nur hin & wieder schleicht sich ein unauffälliger Beat an. Angenehm, ohne beliebig zu werden.

www.myspace.com/toscak7


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Una Mas Trio - Ritmo Del Futura
 

  Agogo / Indigo                    TIP
Filastine - Dirty Bomb
Jarring Effects / Cargo
Otros Aires - Vivo en Otros Aires
Galileo MC
 

 
Drei ganz unterschiedliche Beispiele für Ethno-Einflüsse in aktueller Elektro-/Produzentenmusik.

Das Una Mas Trio ist ein Duo: Christian Schilgen und DJ Sammy balancieren sich gekonnt durch ein locker swingendes Album voller Latin-Atmosphäre der 60er. Dieser "Ritmo del Futura" schlägt eher im "Retro"-Takt wie auch das schöne Cover von Thomas Heisecke unterstreicht - liebevoll bis in die Tesa-Streifen am Rand - das verlangt  eigentlich nach einer Vinyl-Version. Etwas vokale Unterstützung gibt es von hochkarätigen Gästen wie Eduardo Flores, Toni Lorenzo, Malaika und Bajka. Cumbia, Jazziges, Latin und Boogaloo gehen eine sympathische und vielseitig verwendbare Allianz ein, eine Platte, die man immer wieder gebrauchen kann.
www.myspace.com/unamastrio        www.agogo-records.com

Der hierzulande noch weitgehend unbekannte Producer Grey Filastine aus Barcelona baute sich in letzter Zeit durch eine Vielzahl von Gigs & Festivals eine Fangemeinde in London, Spanien und Japan auf.  Seine eigenwilligen Produktionen kombinieren Electro, Dubstep, Hip Hop oder Jungle beipielsweise mit Flamencogitarren, Tabals, Toating oder den Vocals einer Sängerin mit dem schönen Namen Jessika Skeletalia Kenney die sich nach einem indischen Dialekt oder  irgendetwas Anderem im Mittleren Osten anhören. Nicht uninteressant, auch wenn man etwas braucht, um in die vertrackten Konstruktionen einzusteigen. Intellektueller Global-Elektro.
www.myspace.com/filastine


Dagegen nimmt sich der Elektro-Tango von Otros Aires auf ihrem aktuellen Live-Album eher schematisch aus. Das audio-visuell konzipierte Projekt, das 2003 vom Musiker und Architekten Miguel Di Genova, ebenfalls in Barcelona, gegründet wurde. Anfänglich beeinflusst durch die dortige Mestizo-Bewegung mischte die Band in die katalanische Szene mit ihrer Show in der Ästhetik des Hafenviertels von Buenos Aires zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf. Tango, Gardel, Milonga. Nach ihren zwei bislang veröffentlichten Studioalben ist „Vivo en Otros Aires“ Miguel Di Genovas dritter Streich. Dem Produzenten zur Seite standen Omar Massa am Bandoneon, Diego Ramos am Klavier und Manu Mayol am Schlagzeug.


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  Ursula 1000 - Mystics
 

  ESL / Rough Trade
 

   

 

Der Brooklyner Alex Gimeno a.k.a. Ursula 1000 hat mit "Mystics" sein mittlerweile viertes Album am Start. Es geht hier psychedelischer, rauer und schräger zu als gewohnt, vergebens sucht man die vertrauten 50s- und 60s-Retro- und Exotica-Einflüsse. Geprägt von der Vielzahl neuer Einflüße und der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, liefert Ursula 1000 heute vielmehr Dirty-Booty-Breaks, Elektro und Disco-Funk. Gar nicht mal schlecht, bei Track 5 lässt Goldfrapp allerdings überdeutlich grüssen. Comic-Fans dürfte das dem Digi-Pack beigelegte Faltposter von Vasilis Lolos zusätzlich  interessieren.
www.ursula1000.com  


ln Flagranti - Brash & Vulgar
Codek / Alive


"Brash & Vulgar", dergestalt anzüglich kommen dem Hörer die In Flagranti- Kollaborateure Alex Gloor und Sasha Crnobrnja auf ihrem zweiten Album.  Sleazy Disco auch auf dem geshlosseneren Nachfolger von "Wronger Than Anyone Else", einer eher losen 12-inch-Sammlung von 2006. DAF- und andere Retro-Anklänge sind da unvermeidlich. Besonderes Augenmerk liegt bei Codek Records auf dem rauen Cut- and Paste-Artwork, das wie die musikalische Produktion jeden Hochglanzcharakter vermeiden will. Billige Mikros, 4-Spuraufnahmen und spontane Gast-Beiträge kennzeichnen die Arbeitsweise des Duos.

www.codek.com/    


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