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Sept 3rd 2010



 


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 filmmusic   :                                                                                                     

* soundtrack * filmmusic * pop/rock * catalog * jazz * electro * world  * audiobook * x-mas * 


Franco de Gemini - The Man With The Harmonica

allscore media /  Indigo

Natürlich ist der Einstieg in diese CD gesetzt.  Die unsterbliche Mundharmonika aus Morricones "Spiel Mir Das Lied Vom Tod" verdanken wir dem  gefragten Studiomusiker Franco de Gemini, dessen Lebenswerk Vertriebspartner allscore media (de Gemini ist Chef des Familienunternehmens Beat Records) hiermit unterhaltsam würdigt. Interessant wird es bei den 15 weiteren Stücken, die De Gemini zwischen 1967 und 1978 aufnahm. Western Songs, Easy Listening, Jazz und Disco werden geboten, von verschollenen Soundtracks, aus Library-Archiven und lange zurückliegenden Vinyl-Veröffentlichungen. Morricone, Nicolai, Alessandroni und de Gemini selbst sind die Komponisten der versammelten Stücke, deren roter Faden meist das Mundharmonikaspiel bleibt. Hübsche Fundstücke sind dabei wie der einzige Vokaltitel der CD, "Buckaroo" vom politisch korrekten “Vorzeige-Ami“, der DDR, Dean Reed. Eine interessante Cinecitta-Biographie wird da im Booklet dieser verdienstvollen Veröffentlichung angerissen und mit diversen (Cover-)Illustrationen bebildert. Und am Ende gibt es eine auf CD bisher unveröffentlichte Disco-Version vom "l´uomo dell´armonica". Tiptop.

Mister Bond 
local media / Alive

Rechtzeitig zum Filmstart des neuen James Bond-Abenteuers im Regal: "A Jazzy Cocktail of Ice Cold Themes". "Wir machen uncoole Bond-Songs cool ... und coole Songs wie "Theme from Dr. No" und "Goldfinger" (1964) noch cooler: Eben geschüttelt und nicht gerührt, gespielt und nicht remixed." Mit diesem hehren Anspruch gingen die Frankfurter Jan Hagenkötter (INFRACom!,Re:Jazz), Bandleader Andreas Hillesheim, Engineer Heinz Hess und Labelchef Christian Arndt frisch ans Werk. Bond-Songs und Themen werden ins Clubjazz-Kleid gesteckt. Sambarhythmen und gehauchte Vocals gibt's von u.a. von De-Phazz-Sängerin Pat Appleton, Ex-Glashaus-Stimme Cassandra Steen und Katia B.(vom Mutter-Label Peacelounge). Interessant & lobenswert ist der Versuch allemal, den meist totproduzierten Songs der letzten Bond-Movies mit etwas 60s/70s-Flair zu neuem Leben zu verhelfen.  Das funktioniert nicht ausnahmslos, aber erfreulich oft. Der aktuelle Bond-Song-Patient wäre ein (sicherlich vom Produktionstiming schwieriger) lohnender Bonus-Track gewesen....                   www.localmedia.com

For Films  edit 11

freibank

Die Freibank Musikverlage veröffentlichen die nunmehr elfte Ausgabe der CD-Serie "for films - selected tracks for moving pictures" und wie im letzten Jahr eine Doppel-CD. Auf der ersten CD sind geeignete Instrumentals aus dem Bereich Electronica, Dub, Dance und World Beat, auf der zweiten CD  ein Querschnitt von Vocal Tracks der Verlags-Songwriter mit englischen und deutschen Texten zu finden. Verstärkt wird nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Hamburger Regisseuren (wie Fatih Akin oder Anno Saul)  und Produktionsfirmen (Wüste-Film) auf die Kompetenz im Bereich der Musikberatung gepocht - ein breites Reservoir an verlagseigenen Titeln vereinfacht da Einiges.  Tracklistings & mehr unter www.freibank.com


Mick Harvey -
"Motion Picture Music `94-`05"
Virgin / EMI

Mick Harvey aus dem "Nick Cave & the Bad Seeds" und "Birthday Party" -Umfeld ist weit mehr als ein reiner Nick Cave-Sideman. Der Arrangeur, Multi-Instrumentalist, Produzent und Soundtrack-Komponist hat mittlerweile die zweite Sammlung von ihm komponierter Soundtracks veröffentlicht: entdeckenswerte Musik, die Harvey zu internationalen Produktionen, Dokumentationen und Kurzfilmen aus Australien und Europa beisteuerte. Derzeit ist Harvey mit diesem und anderem Repertoire auf Solo-Tournee in Australien. Wem das Bild der Cover-Rückseite bekannt vorkommt, einige der atmosphärischen Kompositionen Harveys sind für deutsche Ko-Produktionen entstanden.  Check out   www.mickharvey.com


Filmmusic by Michael Nyman
Silva Screen / Edel

"Six Celan Songs" ist wohl Michael Nymans tiefgehendster Lied-Zyklus, 1990 für Ute Lember und die Michael Nyman Band komponiert. Nyman wählte dabei sechs Texte des bis zu seinem Freitod in der Seine vom Leben stets (u.a. im Konzentrationslager) schwer geprüften Dichters Paul Celan. Mit Hillary Summers und Sarah Leonard präsentiert die CD zwei von Nymans Lieblings Sängerinnen. Das Celan-Repertoire, das Horror und Leere des Autors im Exil ausdrückt, wie auch die fast 18-minütige, eine konkrete Kriegssituation thematisierende "Ballad of Kastriot Rexhepi" nach einem Text von Mary Kelly (Interview im Booklet) sind naturgemäß kein leichter Tobak.

Etwas leichter tut sich der Nyman-gebildete Hörer schon mit den flankierend veröffentlichten "Acts of Beauty", einem komplett neuen Werk, das einen Bogen spannt von Michael Nymans Kompositionen The Kiss (1985), Facing Goya (2000), Man with a Movie Camera (2002) bis hin zu Man and Boy:Dada (2004). Das folgende "Exit no Exit" wurde ursprünglich tatsächlich als Hommage an die englische Fußballnationalmannschaft (als Teil eines Dokumentarfilms über die Fußball WM 2002 in Japan/Korea unter dem Titel„Beckham Crosses, Nyman Scores“!) für BBC Radio 3 konzipiert. Nyman nahm dafür Ausschnitte aus John Motson´s Moderation des Spiels England / Argentinien, samplete, loopte und instrumentalisierte dann in Steve Reich-Manier ("Different Trains"). In der hier enthaltenen Überarbeitung von 2006 wurde Motson´s Stimme durch eine Bassklarinette ersetzt, die die eingenwilligen Sprachpattern des Kommentators zu imitieren versucht.


Star Wars - Music from the six films
Silva Screen  / Edel Contraire

An der CD, die Einspielungen der hinlänglich bekannten 6 Star Wars-Musiken von John Williams (von 1977 bis ´83, bzw von 1999 bis 2005) durch das City of Prague Philharmonic Orchestra beinhaltet, ist vor allem bemerkenswert, daß die Highlights aus den umfangreichen Partituren erstmals chronologisch im Sinne der Filmhandlung angeordnet wurden. Ganz harte Fans der Saga können sich also erstmals ohne Programmierarbeit einem durchgehenden Hörerlebnis in der Reihenfolge IV-V-VI-I-II-III widmen. Was möglicherweise aufgrund der Konstanten eines John Williams mehr Sinn macht als die erzählerisch besseren, aber tricktechnisch hinterherhinkenden drei "Originale" nach den teilweise digital totgetricksten Teilen 4-6 anzuschauen...






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