REVIEWS WORLD 04/05-2017

 


 

world 04 17 CarmenSouza

 Carmen Souza - Creology

Galileo MC / Indigo

world 04 17 CarmenSouza

Vom 05. bis 12. Mai fünf Mal live auf deutschen Konzertbühnen.

www.carmensouza.com www.galileo-mc.de

 LIVE 
 

Auf Creology (Kreolistik) widmet sich die in London lebende portugiesische, ka Sängerin Carmen Souza der kreolischen Musikkultur und deren kolonial-geprägter Entstehungsgeschichte. Die mehrfach preisgekrönte Künstlerin mit den kapverdischen Wurzeln, ihre Trio-Kollegen Theo Pascal & Elias Kacomanolis sowie der junge Gast-Percussionist Zoe Pascal verbinden das kreolische Erbe von Souzas Heimat und ehemaliger portugiesischer Kolonien wie Brasilien, Mosambik und Angola mit Jazz- & Bossa-Elementen. Co-Produzent Theo Pascal wuchs als Sohn eines baptistischen Priesters auf, der sich afrikanischer Sklaven annahm. Die thematische Linie von Souza & Pascal mündet jedoch in keine schwermütige Klage, sondern eine lebensfrohe Multi-Kulti-Feier, bunt wie das Digipak der CD. 

Ibibio Sound Machine - Uyai

Merge / Cargo

Das Londoner Kollektiv Ibibio Sound Machine steht mit der nigerianisch-stämmigen Frontfrau Eno Williams für die zunehmenden `liaisons dangereuses´ zwischen afrikanischer und elektronischer Musik in den westlichen Metropolen. Auf dem zweiten ISM-Album Uyai funktioniert die Mischung der bescheidenen Redaktionsmeinung nach besser als jüngst bei Gato Pretos Tempo - die goldene Ära des westafrikanischen Funk, Disco, Post-Punk und Electro fließen in die Hybrid-Tracks des Oktetts ein, dem seit den Festivals von Glastonbury, Roskilde oder BBC 6 Music ein Ruf als mitreißender Live-Act vorauseilt. Auch inhaltlich wird Einiges geboten. Der Albumtitel bedeutet `Schönheit´ in der Ibibio-Sprache des gleichnamigen Volkes im südöstlichen Nigeria und bezieht sich auf die Kraft, den Mut und den freien Geist der Frauen im Allgemeinen, in Eno Williams' Familie im Besonderen. Der Album-Opener Give Me a Reason handelt von den 276 Mädchen, die im nördlichen Nigeria 2014 entführt wurden und von denen bis heute jede Spur fehlt. Williams fordert stellvertretend Freiheit & Bildung für alle afrikanischen Mädchen & Frauen. https://ibibiosoundmachine.com

 TIPP
 

world 04 17 world uyayi

Inna de Yard - The Soul of Jamaica

Various Artists - Chapter Two - Wagram / Indigo

The Soul of Jamica. "Wisdom is free. Knowledge & understanding, too." Das Routinier-Vokaltro The Viceroys eröffnet das Comeback der einst auf dem Makasound-Label begründeten Inna de Yard Veröffentlichungsreihe mit wahrer Roots-Musik aus Jamaika. Der aktuelle Impuls kommt erneut aus Frankreich, anlässlich einer Ausstellung über Jamaika in der Pariser Philharmonie, die neue Cd erscheint nun bei Chapter Two, einem Unterlabel von Wagram in Paris. Aufgenommen wurde (von Fabian Girard) in der Tradition der Treffen in Earl Chinna Smith´s Backyard an vier Tagen auf einer Terrasse "on the hill" in Kingston. Die Field-work-Methode bewährt sich, die Melodien und Riddims klingen frisch, interessanterweise gleich gut & entspannt, ob Veteranen wie Ken Boothe, lloyd Parks, Cedric Myton (The Congos), Kiddus I oder Nachwuchs wie Kush McAnuff (Sohn von Winston Mc Anuff, auch mit von der Partie) Var (Pentateuch Movement) und Derajah mit oft folkigem, gospelnahen Akustik-Reggae ans Mikro treten. Play all tracks. Tour & Festivals sind erst 2018 vorgesehen... http://chaptertworecords.com/inna-de-yard

 TIPP
 

world 04 17 Cover Inna De Yard

Am 30.6. Feature zu Inna de Yard bei arte Tracks!

Tamikrest - Kidal / Bargou 08 - Targ

beide: Glitterbeat / Indigo

Tamikrest gehören in der Nachfolge der verdienten Veteranen Tinariwen zur zweiten Generation von Tuareg-Bands, die die traditionelle Musik ihres Nomadenvolkes mit Rock- & Pop-Elementen verbinden. Ihr Thema auf dem aktuellen Album: Kidal im südwestlichen Teil der Sahara, eines der wichtigsten kulturellen Zentren der Kel Tamascheq (`die Tamaschek Sprechenden´). Umkämpft, doch stets zurückerobert, gilt die Stadt als spirituelle Heimat, ein Symbol für Widerstand und Hoffnung. Gerade für Tamikrest, denn hier trafen sich die derzeit im algerischen Exil lebenden Mitglieder der Band zuerst, hier scheiterte auch der 2012 kurzzeitig proklamierte Tuareg-Staat Azawad. "Meine Liebe ist mein Land, mein Ziel die Freiheit", singt Frontmann Ousmane Ag Mossa in War Tila Eridaran. Musikalisch kann man hier neben den Vorbildern Tinariwen auch Pink Floyd oder den algerisch-stämmige Rai-Star Rachid Taha als Einflüsse ausmachen. Aufgenommen in Bamako mit Producer Mark Mulholland. Vorab am 08.04.2017 in der Osnabrücker Lagerhalle, dann vom 24.-28.04 noch fünf weitere Gigs in Deutschland. www.tamikrest.net

 LIVE 
 
 

world 04 17 tamikrest

2 Von der algerischen Grenze ist es nicht mehr weit bis zu dem verlassenen Ort im Nord-Westen Tunesiens, der Nidhal Yahyaouis Band Bargou 08 (gesprochen: Bargou zero huit) den Namen gab. Die fünfköpfige tunesisch-belgische Fusion-Formation mischt traditionelle, Berber-arabische Lieder im Targ-Dialekt der Region und deren charakteristische Instrumente wie Zokra und Wtar mit westlichen Rock-Elementen. Die mündlich überlieferten Stücke hatte vor Yahyahaoui niemand je aufgezeichnet. Produziert wurde das Ganze von Sofyann Ben Youssef, im Nebenjob Keyboarder der Band, aufgenommen innerhalb von drei Wochen daheim, in Bargou, Tunesien. Derzeit keine Konzerte anberaumt. http://glitterbeat.com

 world 04 17 bargou

Mokoomba - Luyando

Outhere / Indigo

Mokole, "the smoke that thunders", so ehrfürchtig werden im Album-Opener in Ndebele, der verbreitetsten Sprache Simbabwes, die Victoria Falls des Sambezi-Flusses beschrieben. Mokoomba, die in ihrer Heimat an der Grenze zu Sambia eine der populärsten jungen Tanzbands sind, schon mit Hugh Masekela oder Baaba Maal auf der Bühne standen und den senegalesischen Superstar Youssou Ndour zu ihren Fans zählen, haben nach einer kreativen Auszeit ein Akustikalbum eingespielt, dass die musikalischen Traditionen Simbabwes betont, viersprachig gesungen ist (Shona, Luvale, Ndebele, Tonga) und in diesem Rahmen auch mit Sozialkritik, etwa zu den Nachwirkungen der Umsiedelung der Tonga-Minderheit für einen Staudamm, nicht spart
Einflüsse wie Sungura, Reggae, Dancehall und Afrojazz lassen sich auch auf Luyando ausmachen. Produziert in Harare von Marcus Gora, ein Track kam zusätzlich in München über Outhere-Chef & Executive Producer Jay Rutledge hinzu. Kürzlich brachte Mokoomba auch das Münchner Publikum im Ampere (Muffatwerk) in Schwung, Ende April ist die Truppe beim New Orleans New Orleans Jazz & Heritage Festival 2017 mit von der Partie.



 
 

world 04 17 Mokoomba

http://outhere.de

Somi - Petite Afrique

OKeh / Sony


"I remember Harlem like Dakar or Abidjan." Laura Audrey Kabasomi Akiiki Kakoma aka Somi widmet sich ihrem heimatlichen Stadtteil. Die Klasse ihres Debüts The Lagos Music Salon von 2015 bestätigte die afroamerikanische Sängerin mit der nachfolgenden Tour - und nun ebenfalls mit Petite Afrique, erneut mit Keith Witty produziert. Trotz dieses Titels und textlicher Afrika-Bezüge hat sich der Anteil pur afrikanischer Musik auf diesem Konzeptalbum eher vermindert, alle Titel werden (bis auf zwei auf field recordings basierenden Aufnahmen und die Sting-Adaption An African in New York alles Eigenkompositionen) auf Englisch intoniert, Jazz und von Somis wandlungsfähiger Stimme dominiertes Singer-Songwriter-Material herrschen vor. Die Künstlerin führte Gespräche mit Afroamerikanern aus der Harlem Community über Migration, kulturelle Differenzen und Anpassung an das Gastland, die Stadt, den Stadtteil. Erneut eine runde Sache. Gäste: Aloe Blacc und Jazz-Saxophonist Marcus Strickland. Drei Deutschland-Konzerte in München (19.04. Unterfahrt), Berlin (20.04. A-Trane) und Hamburg ( 22.04. Elbphilharmonie). www.somimusic.com

 TIPP & LIVE 
 

world 04 17 SOMI

Jenny & The Mexicats - Open Sea / Mar Abierto

Mexicat Records - GMO - The Label / Rough Trade

Die Einwohner Madrids werden umgangssprachlich Gatos/Cats genannt - bei den Mexicats um Sängerin & Trompeterin Jenny Ball gibt es also offensichtlich sowohl spanische als auch lateinamerikanische Herkunft: in ihrer Musik finden sich wie bei vielen Straßenbands Elemente aus Flamenco, Reggae, Folk und Cumbia - Rockabilly- & Country kommen hier als Besonderheit ebenfalls hinzu. In ihrer mexikanischen (Wahl-)Heimat gehören Jenny And The Mexicats seit 2012 zwar zu den populärsten Bands mit regelmäßigen Gold-Album-Verkäufen, mit Open Sea/Mar Abierto" erschien aber im Februar erstmals ein Album der Band auch hierzulande. Im Februar war die Band erstmals live in Deutschland unterwegs. Derzeit in USA. www.jennyandmexicats.com

world 04 17 JennyMexicats

Orchestra Baobab - Tribute To Ndiouga Dieng

World Circuit / Indigo

"As enduring as the mighty African Baobab tree..." 15 Jahre nach dem Comeback mit Specialist in all Styles und 10 Jahre nach dem Re-Recordings-Album Made In Dakar haben sich die Pioniere der senegalesischen Populärmusik, 1970 gegründet, erneut zu Studioaufnahmen zusammengefunden. Ihr Tribute To Ndiouga Dieng , einem 2016 verstorbenen Sänger des ikonischen Ensembles gewidmet (dessen Sohn Alpha nun bei dessen Songs übernimmt),  wurde in Moussa Xs Studio in Dakar aufgenommenen und von World Circuit-Chef Nick Gold, Lamine Faye sowie Jerry Boys produziert. Die Mischung aus afrokubanischen Rhythmen, westafrikanischen Griotgesängen, ostafrikanischen Gitarrenfiguren und einem Schuß europäischem Jazz funktioniert wie eh und je. Im aktuellen Line-up um die Sänger Balla Sidibe & Rudy Gomis: Issa Sissoko (Saxofon), Thierno Koite (Saxofon), Charlie Ndiaye (Bass) und Mountaga Koite (Congas), verstärkt durch diverse Gastmusiker an Posaune, Kora und Gitarre. Lediglich der panafrikanische Charakter der früheren Hotelband wird etwas geschwächt, da der togolesische Gitarrist (und Rechtsanwalt) Barthélémy Attisso diesmal nicht dabei ist. Dafür kehrt der 1979 ausgescherte Thione Seck für ein Stück zurück und auch Cheikh Lo gibt ein Gastspiel am Mikro. Zwei Deutschland-Konzerte im Rahmen der Europa-Tour: am 11.Mai in der Hamburger Fabrik und am 12.Mai im Berliner Gretchen.
 TIPP & LIVE

world 04 17 baobab

Die hochwertige Moiré-Cardboard-Verpackung rundet das gelungene Orchestra Baobab-Package ab. http://orchestrabaobab.com

Jamaram - Freedom of Screech

Turban Records / Soulfire
Im Jahr 2000 gegründet und schon um die 2.000 Liveauftritte auf dem Tacho. Das reggae-affine Live-Kollektiv Jamaram muss zumindest im Alpenraum nicht mehr groß vorgestelllt werden. Auf den mittlerweile vom Reggae-Event zum Gemischtwarenladen mutierten Chiemsee Summer wäre das Oktett mit ihrem neuen Album Freedom Of Screech gut aufgehoben, herrscht doch eine dem Cover entsprechende bunte, aber auch orientierungslose Mischung aus Second Hand-Reggae & -Dub (Why Trouble & Spread Some Love mit dem Münchner Kollegen Conscious Fyah bzw. Nice & Cross The Line mit Umberto Echo) sowie -Ska (Back in a Day & Girlfiriend), Folk-Ballade (Honey Bee mit Ami Warning) und Salsa (Pa Mi Gente mit Caramelo), aber auch Dubstep-Versuchen (We Got the Groove - von wegen), nervigem Crossover (Test It) und  schlechtem Hip Hop (Off My Lawn). Weniger wäre mehr gewesen.  Ausgedehnte Release-Tour durch den Alpenraum, einige Termine im Süddeutschland, am 06.05. auch im Münchner Backstage.www.jamaram.de
www.soulfire-artists.de
 LIVE

 

world 04 17 jamaram

Brain Damage - Talk The Talk / Gentleman´s Dub Club - Dubtopia

Jarring Effects / Broken Silence * Ranking Records - Easy Star / Rough Trade

1 Talk The Talk, das neue Album von Martin Nathan, Mastermind des französischen Elektro-Dub-Projekts Brain Damage, ist eine solide Dub-Version des Vorgängers Walk The Walk von 2015, aufgenommen im Harry J Studio von Kingston, Jamaika. Beide Scheiben sind veredelt mit Gesanggspuren von Roots-Größen wie  Horace Andy, Winston McAnuff , Kiddus I (Rockers), Ras Michael, Stephen Stewart, Willi Williams oder Sam Clayton Jr. Eine jetzt beigelegte Bonus-DVD mit der Walk The Walk-Story-Doku der Aufnahmesessions mit den Gast-Vokalisten und B-Roll-Material vermittelt einen guten Eindruck der Atmosphäre bei den Aufnahmen und bei flankierenden Ausflügen über Teile der Insel --> Mehrwert. Martin Nathan ist als Brain Damage auf ausgedehnter Frankreich-Tour. http://brain-damage.fr

 

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2 White Boy Reggae, die zweite: britische Band auf US-Label. Dubtopia, das neue Album des neunköpfigen englischen Gentleman's Dub Club - Kollektivs um Sänger Jonathan Scratchley wurde vom Bassisten der Band, Toby Davies, in dessen Londoner 27 Club-Studio produziert (Teil der bekannten Chocolate Factory). Für Abwechslung am Mikro der in weißen Oberhemden mit Krawatte auftretenden Combo mit Erfolg in den I-tunes Reggae-Charts sorgen die Gäste Lady Chann, Eva Lazarus, Taiwan MC und Parly B. Trotz gemeinschaftlicher Kompositionen und eigener Brass-Section wirkt hier vieles etwas zu reißbrettartig fürs Genre. Das ganze Jahr auf Tour, aber nicht in deutschen Landen. www.gentlemansdubclub.com

 

world 04 17 g Dub Club

Nattali Rize - Rebel Frequency / Jah Ova Evil - Forever Juda

Baco Records / Broken Silence * Batelier / Belive Digital

1 "We´re here to deliver a different frequency to what is being transmitted by the current world system." Kämpferische Töne von der zierlichen Singer/Songwriterin mit Battle-Namen Nattali Rize. Auf den 44 Minuten ihres in den legendären Tuff Gong Studios aufgenommenen Solo Debuts Rebel Frequency (mit der Band Blue King Brown waren 2 australische Alben vorausgegangen) finden sich Reggae mit Dub-, Electro- und Dancehall-Einflüssen - und noch mehr Kampfansagen ans `System´. Geboren in den den USA mit samoanischen und mexikanischen Wurzeln und 'down under' aufgewachsen, lebt die SingerPowerfrau seit 2014 in Kingston und behauptet sich in der männlich dominierten Szene sowie auf ausgedehnten Touren & Festivals (u.a. Summer Jam) ganz beachtlich. Auch die Gästeliste sorgt für Aufmerksamkeit. Neben Raging Fyah, Notis, Kabaka Pyramid, Dre Island und Jah9 gibt sich auch Julian Marley die Ehre (bei Natty Rides Again). Vier Deutschland-Konzerte, beginnend mit dem Auftritt beim Münchner Reggaeville Easter Special am 13.April im Backstage. http://nattalirize.com

 LIVE 
 

world 04 17 NattaliRize

 

2 Das Jah Ova Evil-Kollektiv hat sich im Gedenken an den 2011 mit nur 24 Jahren verstorbenen Reggaesänger Lil Joe aka J.O.E. (mit bürgerlichem Namen Alty George Nunes III) formiert. Dessen Brüder, die eineiigen Zwillinge Aijah Nunes aka The Gideon & Jahnoi Nunes aka Selah sind federführend beim vorliegenden Album Forever Judah, auf dem sich auch Mikro-Beiträge der 7th Day Adventist-Kirchenchor-gestählten Nicole Miller, Kerida Johnson aka Hempress Sativa, Francini Olando Doylet aka DXL oder Julius Griffiths aka Jahwawah finden. Geboten wird meist zur Glätte tendierender Modern Reggae mit Dub-, Dancehall-, Rock Steady- und Pop-Anleihen. Auch als Vinyl. Offenbar aktuell keine Livedaten, wer sich mit der Webpräsenz der Band herumärgern will:  https://de-de.facebook.com/JahOvaEvilRecords

 

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Dulce Pontes - Peregrinacao / Gisela Joao - Nua

Galileo MC * Flowfish / Broken Silence

 1 Auf Peregrinacao, der neuen Doppel-CD der portugiesischen Sängerin, Multiinstrumentalistin, Komponisten, Arrangeurin und Produzentin, die manchen durch ihre Zusammenarbeit mit Ennio Morricone ein Begriff sein dürfte, wird Dulce Pontes teils vom Roma Sinfonietta unter der Leitung von Paolo Silvestri begleitet. Thematisch um die Reise nach innen. Auch das bisher letzte Studiowerk war ein Doppel-Album: Momentos aus dem Jahr 2010. Anno 2017 finden sich auf der ersten CD Nudez überwiegend rein portugiesisch gesungene Eigenkompositionen, während auf der zweiten Puertos de Abrio, überwiegend in Spanisch gesungenes Fremdrepertoire stattfindet (von Albeniz über Aznavour bis Carlos Gardel - mit zwei Liedern im dem Portugiesischen nahen Galizisch und einem in Englisch: dem abschließenden Track 7th Sky, mit dem sich Dulce Pontes gewagterweise auf Kate Bush-Terrain traut. Derzeit keine Liveauftritte anberaumt. https://www.dulcepontes.net
www.galileo-mc.de

 
 

world 04 17 DulcePontes

2 Hier alles gar ausnahmslos portugiesisch. Gisela Joao steht nur bedingt in der klassischen Fado-Tradition und singt auch mal Titel von Leonard Cohen oder Amy Winehouse, auch wenn das vorliegende Album Nua rein der portugiesischen Nationalmusik vorbehalten ist. Die in Portugal populäre Sängerin kommt nicht aus Lissabon, sondern - mit der Zwischenstation Porto - aus Barcelos im Norden des Landes. Gefördert von Mentor Hélder Moutinho, schaffte sie mit ihrer eher direkten denn glamourösen Art zu singen bald in die Fado-Topliga, obwohl sie sich in der Instrumentierung mit Guitarra Portuguesa, Viola de fado (Begleit-Gitarre) & Viola Baixo (Bassgitarre) nicht von traditionellen Aufnahmen absetzt. Zwei Konzerte Ende April in Deutschland: am 25.04. im Berliner Lido und am 27. 04. in der Frankfurter Brotfabrik, weitere vereinzelte Auftritte im Juni & Juli: http://giselajoao.co

 LIVE 


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© cinesoundz 2017