The Bikeriders
Universal – Deutscher Kinostart 20.06.
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* D-Trailer * Original Trailer * Verleih-Film-Website * Lyons Fotos *
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Seit seinem 2016er Doppelschlag (mit dem Mischehen-Drama Loving & dem Sci-Fi-Streifen Midnight Special) war es etwas ruhiger um US-Regisseur & -Drehbuchautor Jeff Nichols geworden. Nun startet The Bikeriders, seine mit Austin Butler, Jodie Comer & Tom Hardy prominent besetzte Verfilmung von Danny Lyons Fotobuch über den Chicago Outlaw Motorcycle Club (1968). Marlon Brandos Performance als The Wild One stand Pate bei der Gründung seiner eigenen Biker-Gang Vandals, doch nun möchte Johnny (Hardy), angesichts immer unberechenbarerer, kriminell agierender Neuzugänge, den jüngeren Freigeist Benny (Butler) überzeugen, seine Nachfolge anzutreten. Aber auch Bennies Frau Kathy (Comer) macht nach stets von der Gang bestimmten Jahren Ansprüche auf ihren Mann geltend… Die Geschichte wird aus Sicht der Frau erzählt: in Interview-Rückblenden. Befragt wird sie von Ex-Bikerider & Fotojournalist Danny(sic!) – mittels dieses Kniffs holt Nichols den Autor der Drehbuchvorlage als Chronist mit in den Film.
The Bikeriders punktet mit überzeugenden Hauptdarstellern und seinem mit viel Sorgfalt bei Details kreierten Sixties-Look (Kamera: Adam Stone, Ausstattung: Matthew Gatlin, Kostüme: Erin Benach), doch eher angsam tastet sich der Film durch Rahmenhandlung & Story, bei entscheidenden Konfrontationen & inneren Konflikten durchaus Fragen offenlassend. Verhaltener Start des von Disney zu Universal gewechselten 30 bis 40-Millionen-Dollar-Projekts, auch in Deutschland, wo einmal mehr die Chance vergeben wurde, mit einem stimmigen Soundtrack zu arbeiten. |
Made in England: Die Filme von Powell und Pressburger
MUBI – D-Kinostart 20.06.
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* Trailer * MUBI-Filmsite * Black Narcissus @ MUBI * ![]() Emeric Pressburger (l.) & Michael Powell (r.) gemeinsam am Filmset.
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DOKU-TIPP! |
Martin Scorcese erzählt in David Hintons Hommage von ihn prägenden, frühen Erlebnissen mit den Filmen der `Archers´, des Kreativduos im britischen Film der 40er & 50er Jahre, Michael Powell & Emeric Pressburger.
Sobald deren Vorspann-Logo auf dem kleinen, schwarz-weißen Familien-Fernsehschirm erschien, wusste der junge Marty, dass ihn „wahre Filmmagie“ erwarten würde. Jahrzehnte später erzählt die Regie-Ikone hier launig und zuweilen melancholisch von seiner bis heute andauernden Liebe zu klassischen P& P-Filmen wie Leben und Sterben des Colonel Blimp, Der Dieb von Bagdad, Die schwarze Narzisse, Die roten Schuhe oder Hoffmanns Erzählungen.
Verblüffend die Schilderung, wie dem Duo nach diesen Erfolgen bereits Mitte der Fünfziger die Luft auszugehen begann und Powell später mit dem Skandalfilm Peeping Tom (1960) regelrecht aus dem Geschäft katapultiert wurde – um erst in den 80ern wieder Anerkennung für seine Verdienste zu erfahren.
Daran hatte Scorcese als Speerspitze des New Hollywood maßgeblichen Anteil, holte er seinen in Vergessenheit geratenen Helden Powell doch aus der Beschaulichkeit des englischen Landlebens nach Amerika und machte ihn sogar mit seiner langjährigen Cutterin Thelma Schoonmaker bekannt (bis zu Powells Tod 1990 dessen Frau).
Die vielen Einflüsse prägender P&P-Filmszenen auf Scorceses Werk machen Hintons Dokumentation zu einer Lehrstunde in Regie- & Filmhistorie.
Scorcese: „Manche Filme guckt man einfach immer wieder, man verbringt sein Leben mit ihnen… Für mich haben die Filme von Powell und Pressburger eine wundersame Präsenz, sie sind eine ständige Quelle der Energie und eine Erinnerung daran, worum es im Leben und in der Kunst geht.“
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Drei Stars und stimmige Vintage-Ausstattung, aber ein Geduld erforderndes Drehbuch bei The Bikeriders.von Regisseur Jeff Nichols.
Der Look stimmt, die Musik auch. Der Original Soundtrack jedoch wird erst ab Frühherbst´24 erhältlich sein – und nur als teurer Vinyl-Import (

