Zoot Woman – Things Are What They Used To Be SnowWhite – Universal
..wollen uns Zoot Woman nach 6 Jahren Abwesenheit weismachen. Als das Trio aus Reading um Sänger Johnny Blake und Chef Stuart Price 2001 mit „Living In a Magazine“ und in spektakulär weißen Anzügen die Popwelt enterte, war es zwar hip und von der Kritik gerngesehen, hatte aber kaum Hits. Price produzierte dann für viel Geld Platten für Keane, Seal oder Madonna.
Im Umfeld von Disco und Indieelektronik
mit 80er-Einschlag sollte sich für Zoot Womans drittes Album mit seinen clubkompatiblen Songs (elektronischer als bisher, aber weiter mit echtem Vers und Refrain) auch wieder ein Plätzchen finden. Was auch dem jungen deutschen Label SnowWhite zu wünschen ist, das hier gleich einen veritablen Signing-Coup gelandet hat. Ende September einige Dates im deutschen Sprachraum, u.a. München (27.9.- Backstage) check out www.myspace.com/zootwoman Play Tracks 1,2,7, 8, 9.
Frank Popp – Receiver TV Eye / Indigo
Adieu, Ensemble. Mit der Single „Hey Mr. Innocent“ wurde Ende 2008 die Richtung für „Receiver“ vorgegeben. Weniger Soul & Pop & Streicher, mehr Gitarre. Echte Drums statt Samples. Reduktion im Klangbild sowie im Namen. Die trackweise beschäftigten Sänger Aydo
(„Countdown To The Sun“) und Andy Jones („I Don’t Mind“) toppen die bewährte Frontfrau Sam Leigh-Brown zwar keinesfalls, sorgen aber doch für Abwechslung. „Receiver“ erzählt recht kurzweilig von Lebensabschnitten und Erfahrungen, von Liebe und
Wut, von Alt und Neu. Mr. Popp is back in the game (und hoffentlich auch bald wieder on the road – im Oktober ist es wohl soweit…) Anspieltipp: Track 4 „Dead End Street“, 5 (s.o.), 6 „For A Change“,10,13. http://www.myspace.com/frankpoppmusic DJ-Daten: www.myspace.com/frankpopp
I Monster – A Dense Swarm of Ancient Stars Twins of Evil – Cargo
Dean Honer & Jarrod Gosling aus Sheffield gewähren mit „I Monster“ Einblick in ihr vor Einfällen strotzendendes Retro-Pop-Universum. Eklektisches Obladi Oblada ist hierangesagt Von Zirkus-Fanfaren, hörspielartigen Sequenzen („Excuse me mr. Bond, it´s time for your medication.“), Spieluhrmelodien bis hin zu Lautsprecherdurchsagen und Kavallerie-Trompeten – in schönster XTC-Tradition wird ein schickes Gadget nach dem anderen vorgeführt. Die (u.a.) Róisín Murphy-Produzenten tragen auf Presseterminen schonmal Fliegen-Masken („Inzects“), sind aber um Einiges eingängiger unterwegs, als die Residents, die einem bei so viel virtuosem Schnickschnack auch einfallen. Big Fun. Play Tracks 2,3, 4,5,6,8 www.imonstermusic.com
Funk Empire – The Empire Strikes Back Soulab – Groove Attack
„Liberate your mind and the bass will follow.“ Bruno „Patchworks“ Hovart präsentiert: das
Uptown Funk Empire. Der ehemalige Deep House Producer ist schon seit längerem ins Vintage Lager übergewechselt. und hat als Multiinstrumentalist bereits mit Amp Fiddler, Archie Shepp, Mr Day oder
Paul Randolph gearbeitet. Nach Erfolgen mit Projekten wie Metropolitan Jazz Affair, The Dynamics und Mr
President ist „The Empire Strikes Back“ nun namensgemäß eine
groovende Huldigung an den Funk. Mit von der Partie Soul-Legende Noel Mc Koy, Juan Rozoff, Ange und Janice. Solide. www.myspace.com/uptownfunkempire
Tahiti 80 – Activity Center Barclay – Universal
Tahiti 80 sind nun auch schon fast 10 Jahre dabei, als sie für das Debütalbum „Puzzle“ auch in Deutschalnd unterwgs waren und mit der Killersingle „A Love From Outer Space“ (brilliante A.R. Kane-Coverversion) und energetischen Livesets glückliche Gesichter in diverse Clubs zauberten. Nun haben die Franzosen drei Alben später trotz dem konstant hohem Niveau ihrer -sich allerdings öfters ähnelnden-Kompositionen weiter eher Insiderstatus als den Durchbruch geschafft – was sich mutmaßlich auch mit „Activity Center“ nicht ändern wird. Xavier Boyer, Mederic Gontier, Sylvain Marchand und
Pedro Resende sind weiterhin in der Startformation unterwegs – derzeit in Japan, wo die Band besonders treue Fans hat. www.tahiti80.com/
Laura Vane & The Vipertones – Laura Vane & The Vipertones Socialbeats – Unique Records – Groove Attack
Laura Vanes treibender Modern Soul hat Sexappeal und Stil. Seit etwa 10 Jahren schon schreibt die aus Brighton
stammende Künstlerin eigene Songs, veröffentlichte bereits vier
Solo-Alben und hat schon mit Chartgrößen wie
Gnarls Barkley oder The Streets gearbeitet. Und klingt dennoch frisch wie am ersten Tag. Das Düsseldorfer Unique – Label hat sich nun dieses ewigen Talents angenommen und veröffentlicht das erste Album von Laura Vane und ihrer neuen Band The Vipertones, zu
der u.a. Phil Martin und Ton Van Der Kolk vom Produzenten-Duo AIFF
sowie Jonathan ’Diesler’ Radford (Tru Thoughts) gehören. Im Ergebnis ein amtliches Album mit Soul, Pop und Funk, das man gern einmal live aufgeführt sehen möchte. www.myspace.com/lauravaneandthevipertones |