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Marianne & Leonard - Words of Love / Thanks for the Dance

1 mar leonard poster flat

mARIANNE & LEONARD - WORDS OF LOVE

Deutscher Filmstart 07.11. - Piece of Magic Entertainment

1 mar leonard poster

 TIPP
 

Ein wenig führt der Titel in die Irre. Mehr als seine norwegische Bird on a Wire & So long, Marianne-Muse steht in Nick Broomfields aktuell im deutschen Kino gestarteter Dokumentation eben doch der legendäre kanadische Lyriker & Songwriter im Mittelpunkt. Marianne Ihlen bleibt als Mensch wenig greifbar, wenn ihr nach den gemeinsamen Jahren auf der griechischen Hippie-Insel Hydra der kometenhaft aufsteigende, später kommerziell, spirituell und gesundheitlich strauchelnde Cohen zunehmend entgleitet. In Cohens später Comeback-Phase, nach Klosterversenkung und Insolvenz, gibt es noch eine Verringerung der zwischenzeitlichen Distanz, Leonard lädt Marianne zu einem Konzert ein, man sieht sie im Publikum mitsingen. Dann ein letzter gehaltvoller Brief Cohens, vorgelesen am Totenbett von Marianne. Spätestens hier fühlt sich der Zuschauer als Eindringling ins Allerprivateste - auch wenn die letzten Szenen von Broomfields Film unangemessen inszeniert wirken, die wahre, wechselvolle Geschichte der 2016 nur kurz nacheinander Verstorbenen hat ihre Momente, insbesondere in der nicht verklärenden Schilderung der Auswirkungen sogenannter freier Liebe, nicht nur auf die Beteiligten, sondern auch auf aus ihr hervorgegangener Kinder.

https://pieceofmagic.com/case/marianne-and-leonard-words-of-love

LEONARD cohen - thanks for the dance

Sony Music Catalog

pop 11 19 Leonard Cohen cd

Cohen-Vermächtnis Vol.2 - in Goldfolienprägung.

pop 11 19 Leonard Cohen 2

Letzte Worte: "Listen to the mockingbird, don´t listen to me..."

 

 

 

Am 22. November geht auch der Nachfolger zum bisher als Leonard Cohens letztes Album geltenden You Want It Darker (2017) in den Verkauf, nachdem Ende September zum Track The Goal ein kurzer animierter Video-Teaser veröffentlicht worden war. Beim von der Sony-Catalog-Abteilung lancierten Longplayer Thanks for the Dance handelt es sich nicht um die gängige Resteverwertung, die hier enthaltenen neun Stücke, die der Poet noch vor seinem Tod im November 2016 intonierte, wurden auf Cohens Geheiß von Sohn Adam (unlängst mit Lana del Rey für ein
Chelsea Hotel No 2-Duett auf der Bühne) finalisiert - und zwar unter Beteiligung einer sehr beachtlichen, namhaften Musiker*innen-Riege, etwa Cohen-Weggefährte Javier Mas an des Meisters letzter Gitarre, Famous Blue Raincoat-Heroine Jennifer Warnes, Damien Rice & Leslie Feist mit Background-Vocals, weiter Richard Reed Parry von Arcade Fire (b), Beck sowie Bryce Dessner von The National (beide g), Dustin O Halloran (p), ferner gleich zwei Chor-Ensembles, nebst dem derzeit so hoch gehandelten Berliner S t a r g a z e Orchestra. Und die dergestalt aufwendig instrumentierten, von Cohens Lebenswinterstimme so einzig geraunten Verse schaffen es dann in der Tat noch einmal, die Magie
wachzurufen, die der legendäre Melancholiker zu verströmen in der Lage war. Als Song am stärksten wohl der Opener What Happens to the Heart, auf den letzten drei Tracks kommen noch sehr effektive Chor-Arrangements zum Einsatz. Dann fällt der Vorhang.

www.leonardcohen.com 

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