ZAMA – Deutscher Filmstart – 12.07.
Die Retrospektive des gerade ausgeklungenen Filmfests München widmete sich der argentinischen Filmregisseurin und Drehbuchautorin Lucrecia Martel. Die hatte auch ihren 2017 in Venedig außer Konkurrenz präsentierten Historienfilm Zama im Gepäck, der aktuell als spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln in ausgewählten deutschen Kinos anläuft (s.u.). Die südamerikanisch-europäische Co-Produktion (Argentinien/Brasilien/Spanien/Frankreich/Niederlande/Mexiko) mit dem Mexikaner Daniel Gimenez in der Titelrolle erzählt die Geschichte des spanischen Offiziers Don Diego de Zama, der um 1790 als Verwalter einer Kolonie in Paraguay auf die ersehnte Rückbeorderung in die Heimat wartet – und dabei geistig wie körperlich verfällt. Ein apokalyptischer Konquistadoren-Trip, Werner Herzogs Aguirre lässt verschiedentlich grüßen. Zunehmend fiebrige, auf Bild- & Tonebene hochinteressante Kolonialstory, die offensichtliche Parteinahme und erzählerisches Tempo bewusst zu vermeiden scheint.
|
|

|