Der am 7. April 1938 in Indianapolis geborene Frederick Dewayne Hubbard studierte Musik in seiner Heimatstadt und ging 1958 nach New York. Dort arbeitete der Trompeter u.a. mit Ornette Coleman, John Coltrane , Art Blakey oder Eric Dolphy. Für Blue Note spielte er als Bandleader von 1960 bis 1965 acht Alben ein – jetzt kommt dieses live auf der Jazz Wave Tournee (u.a mit Thad Jones, Mel Lewis, Kenny Burrell und Jimmy Griffin) des Jahres 1969 in England und Deutschland aufgenommene Werk hinzu. Für Hubbard selbst, der erst Ende letzten Jahres starb, gehörte sein Spiel auf diesen Bändern, u.a. bei „Space Track“ und „Hub-Tones“ erklärtermaßen zum Besten, was er je abgeliefert hätte. „Wir hingen alle an seinen Lippen.“ (Wynton Marsalis)
max.bab – Inner Orbit ACT – Edel
Obwohl in der Reihe „Young German Jazz“ präsentiert, haben die vier Musiker von max.bab bereits sechs CD Produktionen,
an die vierhundert Konzerte (u.a. beim JazzBaltica Festival) und Zusammenarbeiten mit Charlie
Mariano, David Friedman oder Wolfgang Muthspiel auf dem Kerbholz. Ihr ACT-Debüt „Inner Orbit“ beschäftigt sich als Konzeptalbum interessanterweise mit dem – inneren und äußeren – Orbit, also der Umlaufbahn
und wird dabei auch ganz konkret. Kernstück des iWerks st die Suite „Leonow’s Space Walk“, eine „Verbeugung vor…der ‚Ersten
Kosmonautengruppe der UdSSR‘, eine Hommage an Raum und Zeit“. Auch der erste Mensch im All wird mit dem Stück „From Gagarin´s Point of View“ (vom verstorbenen Esbjörn Svenson) gewürdigt Das von Max von Moschs Saxophon(en) und Benedikt Jahnels Piano angeführte Album schliesst mit dem Stück „Quietitude“ – einer Art Kosmos-Elegie in Jazz..
Panzerballett – Hart Genossen von ABBA bis Zappa ACT – Edel
Das progressive Jazz-Metal-Quintett um Jan Zehrfeld spielte ja im März bereits medienwirksam den „Kulturzeit“-Jingle neu ein. Zu dem haben sich nun für das dritte Studio-Album „Hart Genossen…“ noch weitere Stücke von A(bba ) bis Z(appa) gesellt, u.a. : „Jadoo“ mit Gastsaxophonist Klaus Doldinger, die „Simpsons“-Titelmelodie, „Mein Teil“
von Rammstein oder „Ein bisschen Frieden“ (Ralle Siegel kann sich die Hände reiben). Ob das immerhin mit Spielfreude und -können durchexerzierte Konzept `Jazz meets Metal´ nicht besser ohne solch heterogene Mätzchen in der Repertoireauswahl dastünde? www.panzerballett.de/Aktuelles.htm
Markus Stockhausen – Symphonic Colours Aktivraum – Edel
Der Sohn des berühmtesten, aber auch umstrittenen deutschen Komponisten der Nachkriegszeit, Karlheinz Stockhausen, wie sein Bruder Simon Blasinstrumentalist, kann seinerseits aktuell als einer der vielseitigsten deutschen Musiker & Komponisten zwischen zeitgenössisch-klassischer Musik und Jazz gelten. Die vorliegende Werkschau bestätigt dies anschaulich. Die für das Doppelalbum „Symphonic Colours“ aufgenommenen Werke
wurden mit der Deutschen Radio Philharmonie, dem Swiss Jazz Orchestra und der
Camerata Bern eingespielt und ergeben einen eindrucksvollen Querschnitt durch das Schaffen von Stockhausen junior zwischen Komposition und Improvisation mit viel Raum für
Improvisationen. Mit dabei u.a. Arild Andersen (Bass), Patrice Héral
(Schlagzeug), Stockhausens Lebensgefährtin Tara Bouman (Bassetthorn) und natürlich Markus Stockhausen selbst
(an Trompete/Flügelhorn). www.markusstockhausen.de |