Volker Kutscher - Mitte - Illus von Kat Menschik

volker kutscher - mitte

Illustriert von Kat Menschik - Verlag Galliani Berlin
 

Ab dem 07. Oktober wird ein neuer Titel von Volker Kutscher in den Buchläden der Republik erwartet. Mitte ist dessen zweiter Band in der Lieblingsbücher-Reihe der freien Illustratorin Kat Menschik für den Berliner Galiani Verlag, einem Imprint von Kiepenheuer & Witsch. Wie der Vorgänger Moabit (von 2017) ist die Geschichte thematisch verknüpft mit der erfolgreichen Gereon Rath-Saga, deren bislang acht Teile bekanntermaßen als .Basis für das Filmereignis. Babylon Berlin dienen.

Nach den stimmig verpackten Episoden aus dem Leben von Charlotte Ritter, einem perspektivisch-dreigeteilten Prequel zu den Rath-Bänden, steht ein nun auf rund 120 Seiten mit jener BB-Hauptfigur "Charly" emsig korresponierender Charakter aus Olympia, dem jüngsten GR-Band, im Mittelpunkt. Krimifuchs Kutscher erzählt hier allein in während der zweiten Jahreshälfte 1936 verfassten Briefen dieses erst 16 Jahre alten Fritze Thormann (eben noch als Hitlerjunge während der Olympiade 1936 im Einsatz, mittlerweile auf der Flucht vor der Gestapo), eingefasst von Schreiben ebenjener Nazi-Behörde. Der gefälschte Pass als Friedrich Hutzke erlaubt Thormann nicht nur eine Arbeit beim Kohlenhandel Kleinfeldt in Berlin-Mitte, sondern auch den postlagernd-riskanten Briefverkehr mit seiner Ex-Pflegemutter Charly und seiner jüdischen Freundin Hannah in Breslau.

Soweit, so konstruiert. Wie schon bei Moabit bleibt die Story ein wenig hinter der kongenialen grafischen Ausstattung dieses provozierend knallig in lila & orange aufgemachten Seitenprojekts im Leineneinband zurück - über die Briefform wird man mit keinem der Teenager so recht warm. Ohne direkt zu spoilern: Leser/in erfährt hier - indirekt - dramatisch Neues über Kutschers so eminent erfolgreichen Kölner Kriminalen - immerhin ein veritabler Cliffhanger bis zum regulären Band Numero Neun.

 
 

 

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Fritze besucht Hannah - der Preis ist hoch. www.galiani.de

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