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Kul-Tour auf der Langen Nacht der Museen München 17.10.2026



 

imaginarium

Literaturhaus  -  noch bis 31.01.2027        

Manegendampf und Märchenwelten: Tauchen Sie ein in die geheimnisvolle Welt des Imaginariums... Das Prager Künstlerkollektiv bringt eine interaktive Schau in der reichen Tradition des tschechischen Puupentheaters nach München, die einen zauberhaften Einstieg in die  individuelle Cinesoundz-Tour durch die diesjährige Lange Nacht der Museen  abgibt.

Aus Buchseiten werden magische Kulissen, aus Worten kunstvolle Figuren und Fantasie lässt sich plötzlich anfassen. Die renommierte Mannschaft um die Brüder Matěj und Petr Forman - Söhne des weltbekannten Regisseurs Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest, Hair, Amadeus, Larry Flynt) - bringt das tschechische Wander- und Puppentheater erstmals nach München und lädt Klein und Groß in einer Ausstellung im Literaturhaus zum Entdecken, Ausprobieren und Staunen ein.

Es handelt sich um eine begehbare, interaktive Wunder- und Ausstellungswelt, die Requisiten, handgeschnitzte Puppen, Bühnenbilder und poetische Installationen aus den Forman´schen Wandertheater-Produktionen zusammenführt, realisiert gemeinsam mit einem festen Kollektiv befreundeter Künstler, Handwerker und Szenografen (wie etwa der Malerin Barka Zichová oder der Szenografin Andrea Sodomková).

Wer hier Blut geleckt hat, dem sei beim nächsten Trip nach Tschechien auch das Puppenmuseum in Pilsen wärmstens empfohlen. 

https://muzeum-loutek.cz/en 

 TIPP
 

https://imaginarium.cz/de *

www.literaturhaus-muenchen.de/ausstellung/imaginarium/ *

www.muenchner.de/museumsnacht/de/ausstellungsorte/literatur-muenchen

anthony micallef - the future is stupid

Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA)  - noch bis 

Seit zehn Jahren steht das Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) für außergewöhnliche Ausstellungen, internationale KünstlerInnen sowie die Leidenschaft, urbane und zeitgenössische Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Was 2016 als visionäres Privatmuseum begann, hat sich zu einer festen Größe in der internationalen Kunstszene entwickelt. Als Deutschlands erstes Museum für Urban Art vereint das MUCA ikonische Werke weltbekannter Künstler wie Andy Warhol, Banksy, Shepard Fairey oder JR mit spannenden Neuentdeckungen und schafft einen Ort, an dem Kunst inspiriert, zum Nachdenken anregt und Menschen miteinander verbindet.
In diesem Jahr feiert das MUCA sein 10-jähriges Jubiläum – ein besonderer Meilenstein, den das Museum gemeinsam mit allen BesucherInnen der diesjährigen Langen Nacht feiern möchte. Freut euch auf spannende Einblicke in die Geschichte des Museums, entdeckt Meisterwerke der MUCA Sammlung und feiert mit Drinks, Easy-Listening und einem umfangreichen Rahmenprogramm ein Jahrzehnt MUCA.

Die aktuelle Ausstellung widmet sich dem Schaffen des britischen Künstlers Antony Micallef und präsentiert u.a. im Bunker eine Kooperation mit Peter Gabriel.

 TIPP
 

https://www.muca.eu/ * 

https://antonymicallef.com *

https://www.muenchner.de/museumsnacht/de/ausstellungsorte/museum-of-urban-and-contemporary-art-muca/ *

musik in der synagoge

Synagoge Ohel Jacob - exklusives Spezial-Event im Rahmen der Langen Nacht der Museen ♦
Jüdisches Museum: Yalla noch bis 27.02.2027 ♦

Ab 20.30: Eine Synagoge, wörtl. Ort der Zusammenkunft (zum Gebet) ist von zentraler Bedeutung fürs jüdische Leben.

Der Vortrag von Dinah Zenker & Ellen Presser erläutert vorab den Namen Ohel Jakob, hebräische Inschriften, architektonische Besonderheiten des Münchner Hauses und insbesondere die Rolle der Acapella-Musik in der jüdischen Religion.

Dazu gibt der sechsköpfige Synagogenchor Schma Kolenu (hebräisch für "Höre unsere Stimme") ein kurzes, im ausnahmsweise nicht nach Geschlechtern getrennt, mittlerweile aber voll besetzten Gebetshaus Konzert unter der Leitung von David Rees. Erst das letzte Stück des regulären Teils wird auch am Klavier begleitet, wie auch die eifrig beklatschte Zugabe.


Das Restaurant Einstein im benachbarten Jüdischen Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München bietet nebenbei bis 23:30 Uhr koschere Köstlichkeiten.


Die neue Hauptsynagoge ist aus Sicherheitsgründen nur im Rahmen angemeldeter Führungen zu besichtigen.

Im Jüdischen Museum - ebenfalls nebenan - noch bis 27. Februar 2027 - die in modernen Zeiten besonders empfehlenswerte Ausstellung Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen.

TIPP
 
 



www.ikg-m.de/juedisches-zentrum/synagogenfuhrungen/neue-hauptsynagoge/ *
https://www.juedisches-museum-muenchen.de/ausstellungen/yalla*

www.muenchner.de/museumsnacht/de/ausstellungsorte/synagoge-ohel-jakob/ *

(weg)sehen

Bellevue di Monaco - exklusives Spezial-Event im Rahmen der Langen Nacht der Museen ♦

Mittlerweile bereits mehrere Stunden auf Kultour, lädt das unweit der Synagoge gelegene Café des Wohn- & Kulturzentrums Bellevue di Monaco zu einer Snackpause ein, insbesondere im Obergeschoss mit Blick auf eigene Fotoinstallationen und die gerade an diesem Samstag belebte Kreuzung im Gärtnerplatzviertel. Durch eine Glastür links neben der Bar gelangt man hernach zu den ebenfalls auf zwei Geschosse verteilten ´Pop up´- Ausstellungsräumen. 

Die Ausstellung (Weg-)sehen im Bellevue di Monaco, inklusive 28-seitigem 4x-Booklet einmalig für die Lange Nacht der Museen inszeniert, thematisiert(e) das bewusste Hinsehen bei globalen Krisen und Fluchtbewegungen. Getragen von dreizehn, teils während der Nacht anwesenden Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Migrationserfahrung, präsentiert(e) das Projekt Fotografien, Malereien, Installationen und Filme als Raum der Begegnung.

TIPP
 


Insbesondere die die Rolle der Frau in ihrer Heimat auf den Punkt bringenden Arbeiten der Malerin & ausgebildeten Painting-Therapeutin Faieqa Sultani aus Afghanistan (s.o. die Burka-Werke Soldout & Geboren in Stille, Gefangen im Lärm der Welt), die das Land nach Machtübernahme der Taliban verlassen musste, sowie das Foto- & Interviewprojekt Die legendäre Granniegang von Fotografin Susanne Krauss & Autorin Ulla Wohlgeschaffen, die  Frauen jenseits der 70 in selbstgestrickten Superheldinnen-Outfits humorvoll und als Antithese zum männlichen Superhero-Blick inszenieren - letzteres auch mit eigenem Katalog - bleiben hier in lebhafter Erinnerung.

www.zevi.online/meine-gemaelde *

www.susanne-krauss.com *

https://bellevuedimonaco.de/veranstaltung/wegsehen/ *

www.bellevuedimonaco.de/cafe *

theresa stocker - Cosmic bar

Europäisches Patentamt, Isargebäude, Schaulager im Kunstraum, - exklusives Spezial-Event im Rahmen der Langen Nacht der Museen - Sonst jew. ersten Freitag im Monat von 13:00 bis 17:00 Uhr (für angemeldete Besuchergruppen).

Obwohl das Hauptgebäude des Europäischen Patentamtes gegenüber vom Deutschen Museum an der Isar gegenwärtig umfänglich renoviert wird, beteiligt sich die Institution an der Langen Nacht der Museen und öffnet ihr Schaulager im Kunstraum im Erdgeschoss. 

18.30 Artist Talk mit Theresa Stocker in der von ihr gestalteten Cosmic Bar - diesen haben wir zu später Stunde verpasst, dennoch ist noch eine kleine Schlange vor der Eingangsschleuse aufzulösen, bevor man das Schaulager betreten darf, eine mehr retro- als futuristische Welt, wie geschaffen etwa für ein frühes Kraftwerk-Konzert, ein unterirdisches Aktenlabyrinth, garniert mit wissenschaftlich-künstlerischen Eckpunkten.

Übrigens: hier wie bei den zuvor genannten Stationen ist die Akkreditierung meist ausgesprochen zeit- & enegiesparend - wenn die großartige Veranstaltung mit 100 (!) teilnehmenden Partnern trotz beeindruckender Shuttle-Logistik einen kleinen Makel hat, sind es die langen Taktungen im nächtlich-öffentlichen Nahverkehr, die den Kultour-Nachtschwärmer erst länger nach Veranstaltungsende auch in heimatliche Gefilde zurückbefördern.

Doch zuvor noch: 

TIPP
 

www.epo.org/de/about-us/art/50-years-epc-exhibition *

https://www.epo.org/de/about-us/art/50-years-epc-exhibition/cosmic-bar 

greenland: Ragnar AxelssoN

Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung  - nur noch bis zum 01.11.2026 - Temporäres Klangmuseum exklusiv während der Langen Nacht der Museen am 17.10.2026

Schlusspunkt unserer Tour Anno´26: das Versicherungskammer Kunstfoyer, nahe den  Gegen 00.30 hatte bedauerlicherweise DJ Kalle Laar seine Temporäre Klangmuseum-Beschallung bereits eingestellt - wir vermuten Klänge von Terje Isungset und anderes klirrend kalte Material werden zuvor durch die schon ohne Audiokomponente beeindruckende Fotosammlung des isländischen Fotografen Ragnar Axelsson zu seinen Grönlandreisen geweht sein.

„Nie war es wichtiger als jetzt, das Leben der Menschen in der Arktis und die Veränderungen, die sie durchmachen, in Worten und Bildern zu dokumentieren, damit die Welt sehen kann, was geschieht.“ (Ragnar Axelsson, *1958 Reykjavik)

* https://www.terjeisungset.no/ * https://rax.is/ *  https://versicherungskammer-kulturstiftung.de/kunstfoyer/ausstellungen/ragnar-axelsson_greenland/ *

* Seit über 40 Jahren fotografiert der Isländer Ragnar Axelsson Menschen, Tiere und Landschaften in den entlegensten Regionen Grönlands, Islands und Sibiriens. In dramatischen Schwarz-Weiß-Bildern fängt er die existentielle menschliche Erfahrung am Rande der bewohnbaren Welt ein. Anstatt lediglich den Klimawandel zu veranschaulichen, offenbaren seine Aufnahmen, wie Umweltveränderungen von den Menschen erlebt werden, deren Lebensgrundlage von Land, Meer und Eis abhängt.

Die Ausstellung Ragnar Axelsson Greenland umfasst 60 Werke. Seine großartigen Fotografien und Texte vermitteln sowohl Schönheit als auch Vulnerabilität. Sie erzählen einfühlsam von Widerstandsfähigkeit, Verlust, Würde und einer Lebensweise unter dem Druck einer Außenwelt, die ihre Existenz ignoriert oder ihnen zu diktieren versucht, wie sie zu leben haben. Ragnar Axelssons Grönland zeigt die Realität einer sich rasch wandelnden Welt – einen Ort von einzigartiger Schönheit und ständiger Gefährdung. Eine Welt, die vor unseren Augen schmilzt – mit unkalkulierbaren globalen Folgen.

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