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Vox Lux / The Gentlemen / The Informer - DVDs

the gentlemen

Leonine - Concorde HE

film 07 20 the gentlemen Mit Stil, aber kriminell - und letztendlich nur bedingt abendfüllend.

Überschaubares Bonusmaterial: Cannabis-Glossar; Best Gentlemen Quips; Behind The Scenes - insgesamt unter 12 Minuten.

* Trailer * Verleih-Website *

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziemlich unter die Covid-19-Räder gekommen ist Guy Ritchies Gangster-Ensemble-Komödie The Gentlemen - zumindest vermarktungstechnisch. In einigen wenigen Kinos nach der pandemiebedingten Pause noch zögerlich eingesetzt, läuft parallel bereits die Auswertung per Streaming und Home Entertainment. Die zugrundeliegende DVD-Version ist eher lieblos ausgestattet und auch der Film selbst enttäuscht nach einem vielversprechenden Vorspann schnell jene Zuschauer*innen, die sich, nach unrunden G.R.-Regiearbeiten wie Sherlock Holmes oder Codename U.N.C.L.E. ein Comeback auf Snatch-Niveau erhofft hatten. Die Ritchie´schen Markenzeichen halten zwar auch die neue Brit-Gangster-Plotte (bevorzugt in der Cockney-OmU-Version) am Laufen, doch Turbulenzen & Getrickse zwischen Marihuana-Exporteur & Mickey (Matthew McConaughey) nebst Ehefrau Rosalind (Michelle Dockery) & Vorarbeiter Ray (Charlie Hunnam) auf der einen, sowie Milliardär Matthew (Jeremy Strong), Pressezar Big Dave (Eddie Marsan) oder Triaden-Boss Lord George (Tom Wu) & Handlanger Dry Eye (Henry Golding) auf der anderen Seite unterhalten auf der Langstrecke doch nur mäßig. Immerhin gibt es ein Wiedersehen mit zwei extrastylish bebrillten Playern mit eigener Agenda im Schlagabtausch: Hugh Grant als schmierlappigem Privatschnüffler Fletcher und Colin Farrell als unterspanntem Boxtrainer Coach.

the informer

Leonine - Wild Bunch

dvd 07 20 the informer

Kein Sicario, zum Glück aber auch kein John Wick, dieser Informer. .... .....OmU empfohlen. * Trailer * www.theinformerfilm.com *

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier bleibt es einfach beim englischen Titel: The Informer ist ein mit Joel Kinnaman, Rosamund Pike, Ana de Armas, Clive Owen & Ruth Bradley prominent besetzter und über weite Strecken auch spannender Thriller, dem im Kino Ende letzten Jahres (über Senator) dennoch keine allzu lange Zeit beschieden war. Der polnischstämmige Häftling & Ex-Irak-Veteran Pete Koslow (Kinnaman) spitzelt für das FBI (Owen & Pike), um den polnischen Mafiaring des `Generals´ Klimek in New Yorks Little Poland empfindlich zu treffen. Als ein anderer Undercover-Polizist direkt neben ihm erschossen wird, gerät Koslow, der vor allem um seine Frau und seine kleine Tochter fürchten muss, endgültig zwischen die Fronten (auch die NYPD kommt ins Spiel) - und alsbald für einen Drogendeal erneut in den Knast... Der britische Thriller von Regisseur Andrea Di Stefano (Escobar - Paradise Lost) aus dem Jahr 2019 basiert (lose) auf Tre sekunder, einer schwedischen Romanvorlage der Autoren Börge Hellström und Anders Roslund von 2009. Leider gibt es keinerlei Bonusmaterial - über Details der Produktion, die Drehorte im Big Apple, Philadelphia & London etwa, hätte man gern mehr erfahren.

vox lux

Koch Media

dvd 08 20 VoxLux

Traumabewältigung mittels Pop-Karriere? Starpower, aber kein Mainstream: Vox Lux * Trailerwww.voxluxmovie.com * Boni: Bildergalerie, ein kurzes Interview mit Natalie Portman, ein weiteres, längeres mit dem Regisseur. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vox Lux vom hierzulande noch weniger bekannten, erst 32-jährigen US-Regisseur & Drehbuchautor Brady Corbet ist keine vorhersehbare Popstar-Biogaphie, sondern ein Drama um Ruhm, Traumabewältigung und eruptive Gewalt in der modernen Gesellschaft. Corbets Film erzählt zwei Phasen aus dem Leben von Celeste Montgomery, Überlebende eines Highschool-Massakers, die als Teenager zum Popstar avanciert. Das inhaltlich wie formal interessante Drama wartet mit einem wuchtigen Einstieg, der Erzählstimme von Willem Dafoe und exklusiv für den Film entstandenen Musiktracks der australischen Songwiterin Sia auf, verliert dann aber im Verlauf kontinuierlich an Fahrt und Stringenz, bis Natalie Portman nach bereits über 50 Minuten den Rest des Experiments an sich reisst. Portmans schwierige, von Alkoholmissbrauch und Tourroutine desillusionierte Popdiva, sticht eine eher blasse Raffey Cassidy (als junge Celeste sowie später in der Rolle ihrer Tochter), Jude Laws solide Performance als nervöser Manager und Stacy Martin als Celestes merkwürdig alterslose Schwester aus. Der erneute Twist in der Handlung, als eine Gruppe mit Celeste-Masken ausstaffierter Terroristen in Kroatien ein Dutzend Badegäste erschießt, wird aber leider unbefriedigend aufgelöst.

© Cinesoundz 2020