• SPECIALz
  • DAS STAR WARS ARCHIV - EPISODEN I-III. 1999-2005

BBE-Label-Special 02 - 2021

herel 2k

Barely Breaking Even... Trotz immer mal wieder drohendem 'financial armageddon' begeht das Londoner Label, eine der verlässlichsten Anlaufstellen fur Disco, (Neo-)Soul, Funk, Hip Hop, Jazz & Afrobeat, heuer sein 25. Jubiläum! Höchste Zeit fur ein Cinesoundz-Special... Und wer den namensgebenden Track hören möchte: Here U go.

 

1 slideful BBE Special

 Ronnie Herel presents Neo Soul Sessions - Volume One

Barely Breaking Even / Membran
 

Ronnie Herel Presents Neo Soul Sessions Vol. 1Urban Heartbeat abseits des Mainstream: My Soul ain't for Sale. Ronnie Herels Neo Soul Sessions, hopefully to be continued.

Package Design: Jake Holloway. * www.bbemusic.com 

 TIPP
 

"There's a whole world of smokin' grooves out there that most of the time gets overlooked for radio playlists." Ronnie Herel, ehemaliger BBC 1- & Mi-Soul-Radiomann aus dem Brand New Heavies-Umfeld, gewährt mit der neuen BBE-Compilation 'Neo Soul Sessions Vol. 1' Einblicke in das aktuelle Urban-Music-Geschehen beiderseits des Atlantik. Seine handverlesene Auswahl schafft es dabei auch soulinteressierte Hörer zu gewinnen, die mit der vorherrschenden, geglätteten Genre-Chartsware sonst eher weniger anfangen können. Herel präsentiert britische (Omar - mit einer Leon Ware-Kollaboration oder Etta Bond mit einem bislang unveröffentlichten Track) sowie US-amerikanische Größen (Foreign Exchange gleich zweimal). Aber eben auch weniger bekannte Sänger, Songwriter, Musiker und Produzenten, etwa Eric Robertson aka Erro, dessen For Da Love Of Da Game sich hier DJ Jazzy Jeff im Remix annimmt. Oft macht die richtige Dosis Hip Hop ("for soul-heads") einerseits, das feine Quentchen Jazz andererseits den Unterscheid. Dabei geht es nur selten in höhere bpm-Bereiche, sondern meist bemerkenswert entschleunigt zu. Das ansprechend gestaltete Digipak, von Herel zudem mit eigenen "Peace, Beats & Love"-Liner Notes aufgewertet, tut ein Übriges - zugreifen ! * Play Tracks 1,3-5,8,9.

al kent presents Disco Demands Part Six

Barely Breaking Even / Membran

special 02 21 disco demands 6Überformatiges CD-Digipak mitsamt Hammer-Cover für die sexte Folge - "for maximum dancefloor arousal" - was die Disco halt so verlangt.

 TIPP
 

Eins der besten Genre-Pferde im BBE-Stall ist natürlich Disco Love-Kompilator, DJ & Producer Al Kent aus Glasgow, der es mit der Disco Demands-Reihe binnen 15 Jahren auch schon bis zum vorliegenden Part Six gebracht hat. Vorausgegangen waren zwei BBE Doppel-Vinyl-Alben mit Highlights der bisherigen, auf Kents Million Dollar Disco-Label veröffentlichten DD-Folgen 1-5 ("possibly the most DJ- friendly installement yet"). Einmal mehr von Master Kent mit kundigem Rare Groove-Händchen aus dem Angebot der späten 70er und frühen 80er ausgewählt, vorschriftsmässig lizensiert, remastered und wo nötig noch hier und da subtil für den Tanzkellerbetrieb im hier und jetzt bearbeitet. Dabei kann schonmal ein Original-Gesangspart wie von George `Rock You Baby´ McCrae (also keinem ganz Unbekannten) komplett herauseditiert werden, wenn es die strenge Kent'sche Disco-Administration verlangt. Neun amtlich extendete Dancefloor-Filler, "tested on a room full of dancing drunks - you can confidently do the same." Play all tracks.

Al Kent & Million Dollar Disco-Website.

Reach Up - Disco Wonderland - Volume 2

Barely Breaking Even / Membran

Da muss sich der Kollege Schmidt anstrengen. Gut zwei Jahre .nach .der .auch .an dieser Stelle gewürdigten ersten Ausgabe von Reach Up kommt DJ Andy Smith mit der Disco Wonderland-Volume 2 daher, einmal mehr als Triple-Vinyl oder als in Mixed- & Unmixed-Silberscheiben aufgeteilte Doppel-CD mit 15 bzw 13 Tracks (nebst Digitalformaten). Neben gut abgehangenen late 70s/early 80's-Originalen wie Ted Taylors siebenminütigem Opener Ghetto Disco oder Love Don't Come Easy von The New Jersey Connection steuern Smith höchstselbst, aber auch Nick (Halkes) aus der Reach Up-Crew, Crissy Kybosh und Bad Bikini neue Bearbeitungen bei. Als Letzterer knüpft sich Remixer Dominic Owen einen von gleich drei hier vertretenen Tracks des deutschen Produzenten Jürgen Korduletsch (ein weiterer: Sweet Dynamite von dessen jamaikanischstammiger Ehefrau Claudja Barry) vor: Disco Circus lautet der programmatische Titel. Auch wenn der Flow auf CD 1 ohne als Stopper an Position 3 besser wäre, und zuweilen die Abspiel-Geschwindigkeiten nicht ganz rund zu laufen scheinen (da wären die DJ(ane)s @ home gefragt), wird erneut 'value for money' geboten.

Play Tracks I -1,2,4,8,12.

www.sohoradiolondon.com * www.mixcloud.com/djandysmith *

 

special 02 21 disco wonderland 2DJ Andy Smith nochmal im Disco-Wunderland-Modus.

Jamie 3:26 presents A Taste of Chicago

Barely Breaking Even / Membran
 

"(The next level of)House" - letzteres ebenfalls eines der BBE-Betätigungsfelder. Der gebürtige Chicagoer DJ und Produzent Jamie Watson aka Jamie 3:26, manchen vielleicht durch seinen Yello-Remix von Bostich ein Begriff, legt mit A Taste Of Chicago eine aus sieben House-Häppchen bestehende kurze, aber natürlich sehr tanzbare Genre-Kostprobe aus der 'Windy City' vor. Mit von der geschmackvollen Basement-Partysause: BSTC, Mighty Science, Jungle Wonz, Quest, Braxton Holmes, Chip E mit Tracks aus den Jahren 1989 bis 2011, an die allesamt Jamie W. noch Hand angelegt hat. Den Schluss- und Höhepunkt bildet Calendar (als 70er Jahre Ausreißer) mit Comin' On Strong, einer herrlichen, Bläser- und Streicher-verstärkten Neun-Minuten-Nummer. Das Ganze gibt es sinnvollerweise als Doppelvinyl - in der CD-Fassung zumindest sind die kurzen, handschriftlichen Liner Notes allerdings kaum lesbar.

Jamie 3:26 - Webpräsenz * www.bbemusic.com *

Play Tracks 1, 4, 7.

 

special 02 21 jamie 3 26Nur schade, dass es nicht das Polaroid der Digipak-Innenseite aufs Cover geschafft hat...

 Colombian Soul Compiled by Bagar aka Tricky D

Barely Breaking Even / Membran
 

Traditionelle wie zeitgenössische kolumbianische Musikstile punkten beim Publikum meist imhertourigen Bereich. Der kroatische, nach Bogota übersiedelte  Producer Dean Bagar aka Tricky D hat wie sein kanadischer Kollege (Slakah the) Beatchild für BBE schon mehrere Alben als Elektro-Künstler veröffentlicht. Und ist mittlerweile lang genug in der Szene des Landes unterwegs, um eine bislang im Westen wenig bekannte Facette dokumentieren zu können: „Ich habe festgestellt, dass es keine Zusammenstellung kolumbianischer Downbeat-Musik gibt." Bagar machte sich schon 2019 daran, dies zu ändern. Ergebnis: eine Auswahl Dub- & Cumbia-affiner Klänge unter dem griffigen Titel Colombian Soul, für die DB vor allem auf entschleunigte Tracks kolumbianischer Künstler zurückgriff, mit denen er in den letzten Jahren zusammengearbeitet hatte. Etwa die Latin-Grammy-nominierte Jimena Angel, Sidestepper-Bestandteil Pernett, das Dub-Projekt Dragao, das Radio Rebelde Soundsystem oder Esteban Copete, Enkel des insbesondere an der Pazifikküste legendären Petronio Alvarez. Einen Beitrag der peruanischen Band Bareto sowie eine eigene (ältere) Aufnahme hat Tricky D auch eingestreut: Los Secundos Nunca Paran mit Vocals der hier auch nocheimal solo vertretenen Lianna. Texte zu allen Tracks in den Booklet-Liner Notes. Play Tracks 1,3,5,6,10,14.

Tricky D-Katalog auf BBE: www.bbemusic.com/artist/tricky-d

 

special 02 21 Colombian SoulModel Isabel Arango, für Booklet & Cover inszeniert von Fotografin Rita Dagaz .

Shintaro Quintet - Evolution / J Jazz - Volume 3

Barely Breaking Even / Membran

special 02 21 shintaro

Fünf Japaner mit dem Kontrabass? ...fast, doch bei Evolution mischen auch Amis mit. Auf dem Cover ebenso.

 

 

1 Und apropos `geradeso breakeven´: auch der Jazz hat bei BBE eine Heimat, in letzter Zeit insbesondere der aus dem Land der aufgehenden Sonne. In der J Jazz Master Class-Reihe gibt es aktuell Zuwachs von einem ursprunglich 1984 (in New York) aufgenommenen (und auf dem Kleinstlabel Streetnoise Records veröffentlichten) Album: Evolution vom Shintaro Quintet. Gegeben wird vom Team um Bandleader & Bassist Shintaro Nakamura, Trompeter Shunzo Ohno & Pianist Jeff Jenkins eine geradezu anmutige Mischung aus spirituellem Jazz und sanftem Swing, die Geneigte sofort in eines der strikt dem Hören von Jazz gewidmeten Cafés von Shibuya, Tokyo zu versetzen vermag. Mit A Blind Man wurde auch einer der moll-lastigen Blues-Walzer aus dem Album 2018 in die erste BBE-Compilation der Reihe J Jazz - Deep Modern Jazz from Japan 1969-1984 aufgenommen...

2 ... deren dritte Folge wir gleich hier vorstellen: BBE Music präsentiert einmal mehr:. J Jazz - Deep Modern Jazz from Japan - Volume 3, die jüngste Folge der Reihe, die sich dem besten modernen Jazz aus Nippon widmet (gemastert im Grammy-nominierten Carvery-Studio in London). Seit Februar 2018 werden Interessierten Tracks aus einer Art goldener J-Jazz-Ära zwischen den 1960er und 1980er Jahren vorgestellt, wobei eine große stilistische Bandbreite herrscht: Samba, Funk Fusion, Modal- & Spiritual-Jazz, Post-Bop und Bossa bilden die akustischen Koordinaten einer dynamischen Jazzszene. Viele der Tracks wurden erstmalig aufgelegt, darunter solche der Trios um Yasuhiro Kohno und Masaru Imada, oder des Hideyasu Terakawa Quartetts. Weiter dabei etwa Kohsuke Mine & Koichi Matsukaze, Samba von Tatsuya Nakamura, Hideo Shiraki und Seiichi Nakamura oder gar Dancefloor-Kompatibles von Hiroshi Murakami, dem Ryojiro Furusawa Quartet sowie dem Posaunisten Shigeharu Mukai (mit Star Kazumi Watanabe an der Gitarre). Und auch Pianistin Aki Takase ist dabei, die bald nach umjubelten Eighties-Auftritten beim Berlin Jazz Festival ganz in die Spreemetropole umsiedelte. Ausgewählte Alben werden im Rahmen der BBE Music J Jazz Masterclass-Serie in Gänze neu aufgelegt (s.o.) Die Compilation steht als Gatefold-Triple-Vinyl oder Doppel-CD-Set (letztere mit drei Bonustracks) im Regal, kundig zusammengestellt & in den Booklets kommentiert von den Initiatoren Tony Higgins und Mike Peden.
 special 02 21 bbe j jazz 3
日本のディープモダンジャズパート3
 

 

Larry Rose Band - The Jupiter Effekt

Barely Breaking Even / Membran

1 Auf den ersten Blick scheint dieser Fusion-Re-Release eher untypisch für das BBE- Label-Roster. Doch auf The Jupiter Effect, das einzige Album des niederländisch-amerikanischen Quintetts um den US-Pianisten & Keyboarder Larry Rose (u.a. Chuck Pyle-Mitstreiter), wurde man schließlich vom renommierten Sammler DJ Amir aus Boston aufmerksam gemacht. Das höchst seltene, 1978 in Amsterdam aufgenommene und auf dem holländischen Label Crossroad veröffentlichte Werk profitiert vom sicheren Zusammenspiel der gestandenen Coverband-Musiker Toon Janssen (dr, perc), Theo van Halen (sax), Paul Pinto (voc, git) mit Rose sowie Bassist & Songwriter Stanley Davis. Mit dessen Heimkehr in die Staaten hatte sich die Larry Rose Band allerdings auh schon erledigt, nachdem man drei Jahre "sämtliche Jugendclubs in den Niederlanden" getourt hatte. Als Konserve blieb lediglich der Jupiter-Effect - mit exakt 33:03 Minuten Spielzeit. Liner Notes von 'DJ & grumpy person' Will Sumsuch (5Mag).

Play Track 2, Blues Are Dyin'.

special 02 21 larry roseRose & altertümliche Typo von Han Kleyn.

Ben Jagga - Hold On Pretty Woman / Tabansi Studio Band - Wakar Alhazai Kano / Mus'en Sofoa

beide: Barely Breaking Even / Membran

Nigerian Boogie Time. Ein zweites Leben gibt es auch fur Ben Jaggas einziges und dementsprechend unter Afro-Connaisseuren, insbesondere wegen des Titeltracks sowie It's You Forever, schwer gesuchtes Album. Der auf knapp 34 Minuten Spielzeit kommende Longplayer ist nun als Re-Release im Original-Artwork, wahlweise als 180 Gr.amm-Vinyl, CD oder Digidatei wieder allgemein verfügbar. Produziert von Ephraim Nzeka und im Background von Kolleg(inne)en wie Judith Ezekoka, Bummy Olabaju, Zak Roberts, Eric Kol oder Nkem Njoku (die letzteren drei ebenfalls bei BBE gefeatured) unterstützt, liefert der Sänger auf Hold On Pretty Woman alles, was Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger so ankam - neben dreimal Boogie auch eine cheasy Pop-Ballade, Highlife- & Afrobeat-Fusion sowie Reggae. Abgerundet vom putzigen Jack And Jill, abgestaubt & entkratzt von Frank Merritt @ The Carvery und mit kurzen Liner Notes von John Armstrong versehen.

 

special 02 21 bbe ben JaggaBen J. loves to boogie.

2 Tabansi, die zweite. Bei der ersten Re-Release-Bestandsaufnahme mit Labelchef Joe Tabansi waren sie noch unauffindbar: hörbare Bänder der Katalognummern TRL 115 & 116 aus dem Oeuvere der hauseigenen Studio Band. Bis JT einige Zeit später auf einige White-Label-LPs aus dem Jahr 1979 stieß, die die nun auf der vorliegenden Cd zusammengefassten Alben Mu'sen Sofoa & Wakar Alhazai Kano enthielten. Zu hören ist Afrobeat oberer Güteklasse (klanglich restauriert @ The Carvery) - allerdings in anderen Sprachen als bei Fela Kutis flächig bekanntem Yoruba & Pidgin-Mix. Im ersten, perkussiv dominierten Fall in Igbo-, im zweiten, pan-afrikanischer klingenden, in Hausa-Sprache gesungen, zwei weiteren der in Nigeria vorherrschenden Dialekte. Den Kern der hier aufspielenden Musiker stellen die sieben Martins Brothers (damals noch zu siebt). Der Gesang auf allen vier 12- bis fast 18-minütigen Stücken stammt von der mehrsprachigen Igbo-Legende Godwin Chukuemeka Mbamalu Ezike aka Professor Goddy Ezike, heute als Gospel-Priester unterwegs. Liner Notes vom Re-Release Koordinator John Armstrong...

 

special 02 21 tabansiRares Gruppenbild mit Professor Ezike.

Dytomite Starlite - Band of Ghana / Kabasa - African Sunset

beide: Barely Breaking Even / Membran

1 ... ebenso wie bei der folgenden, auch aus dem Fundus des nigerianischen Tabansi-Studios stammenden, bislang superraren Frühachtziger-Aufnahme einer mysteriösen, Single-Album-Highlife Band aus Ghana. Zwei der selbst den heutigen Labelverwaltern unbekannten Bandmitglieder sind auf dem Cover (und Rückseite) abgebildet. Wer genau aber hier so versiert musiziert oder wer die Takes (in Jake Sollo-Manier) produziert hatte, kann mangels Credits dem Original-Artwork an keiner Stelle zweifelsfrei entnommen werden. Auch die obengenannten Martins Brothers in ihrer Funktion als Tabansi Studio Band dürften an der einen oder anderen afrokubanisch angehauchten Stelle mitgemischt haben. Die fast nach südafrikanischem Township klingenden Bläsersatze addieren in jedem Fall eine interessante pan-afrikanische Note zu den ghanaischen Sounds Marke Accra: Namenlos musste das Kind immerhin nicht bleiben - we give you: Dytomite Starlite - Band of Ghana.

  
 

special 02 21 dytomite"Worry about the facts some other time."


2 Auch African Sunset, das dritte (und letzte) Album der südafrikanischen Fusion-Band Kabasa galt bis zur Ausgrabung durch BBE als Rarität, ursprünglich 1982 auf dem sehr kurzlebigen Johannesburger Label Lyncell Records veröffentlicht. Das in Soweto von Sänger & Bassist Tata 'TNT' Sibeko mit Harari-Gitarrist Robert 'Doc' Mthalane (& anderen) gegründete und später von Flötist & Percussionist Mabote 'Kelly' Petlane zum Trio ergänzte Ensemble spielte eigene, etwa zur Hälfte englisch gesungene Songs die westlichen Rock- & Pop, Jazz, Funk sowie Psychedelia als Einflüsse nicht verleugnen konnten. Die südafrikanische Tönung spielt eher die zweite Geige, kommt noch am ehesten in den Vocals, Rhythmus- und Text-Details (Rainbow Children) zur Geltung. Alle drei (mittlerweile verstorbenen) Musiker waren nach ihrer Zeit bei Kabasa weiter aktiv: TNT Sibeko als (u.a. It's A Mess/Afro Breakdance-)Komponist, Arrangeur & Produzent, Doc M u.a. als Busi Mhlongo-Songschreiber & Kelly P. als Studiomusiker, u.a. für Mango Groove. Nun als 180g-Vinyl, CD und Digital-Release erneut erhältlich.

 

special 02 21 kabasaKabasa abends in der Savanne.

Viktor Chukwu - Akalaka / The Black Irokos - The Power * The Young Ones of Guyana - Reunion / On Tour

beide: Barely Breaking Even / Membran

1 Last but not least zwei Beispiele aus der besonders verdienstvollen, wenn auch eher spartanisch verpackten BBE-back-to back-Serie mit je zwei aufbereiteten Re-Releases auf einer CD, das erste einmal mehr aus Nigeria.

Hier werden zwei während der späten 70'er Jahre in Chief Tabansis Studios aufgenommene & produzierte Alben zusammengefasst, die das Schaffen des weithin unbekannten Komponisten, Arrangeurs, Gitarristen & Saxophonisten Victor Chukwu würdigen: Akalaka & The Power. Der vor zwanzig Jahren verstorbene Künstler, der auf dem zweiten Werk als Uncle Victor Chuks & The Black Irokos mit seinem quirligen Feelgood-Repertoire an den Start ging, hat insgesamt nur drei bislang super-rare Longplayer veröffentlicht. Dennoch wird sein Schaffen von Liner Notes-Autor John Armstrong auf eine Stufe mit dem der jahrzehntelang einflussreichen nigerianischen Igbo-Highlife-Größe Chief Stephen Osita Osadebe gestellt, die gemeinhin als verantwortlich für die Weiterentwicklung des ursprünglichen ghanaischen Highlife-Sounds im Südosten Nigerias gilt. Das Original-Artwork ist glücklicherweise auf Vorder- & Rückseite des 4c-Booklets nocheinmal größer abgebildet.

  

special 02 21 victorchukwu black IrokosZwei .Cover drängen sich .in Briefmarken-
Größe - hier wie .dort .wäre .vielleicht...

2 Und ein weiterer Doppelschlag - ein Glücksfall für Freunde karibischer Retro-Klänge. Denn wann hört man schon mal Musik aus Guyana (dem früheren Britisch-Guayana, zwischen Venzuela und Suriname, dem früheren Französisch-Guayana gelegen)? Es sei denn, man verfrachtet im Zuge der 'Mashramani'-Feiern zur (1966 vollzogenen) Unabhängigkeit der Nation The Young Ones of Guyana in ein Londoner Studio, um On Tour aufzunehmen. Die jungen Karibik-Anrainer spielen auf ihrem Debüt muntere, von Bandleader (& Liner Notes-Autor) Carlton Ramprashad produzierte Rocksteady-, Calpyso- und Ska-Nummern wie Monkey Man oder das in britischen Fußballstadien als run-out-Musik populäre Instrumental The Liquidator mit Latin-Touch nach. Einen Markt dafür gab es, denn durch die zwischen 1948 und 1970 als Teil der sogenannten Windrush-Generation aus britischen Kolonien nach Großbritannien gekommenen Einwanderer war die aufkeimende karibische Kultur Teil der DNA insbesondere Londons geworden. Auf dem hier hinzugekoppelten, 1973 nur in der Karibik veröffentlichten Reunion fanden sich Teile der Band in Toronto erneut zusammen, um im Stil einer versierten Hotelband, mit den üblichen Abstrichen am Gesangsmikro, Gassenhauer wie Guitar Man, Poppa Joe oder Ain't No Sunshine einzuspielen. Man beachte das durch die Cover dokumentierte modisch veränderte Band-Styling. Soundtechnisch wurde Farfisa- durch Hammond-Orgel, Gibson- durch Fender Telecaster-Gitarre ersetzt. Und Paul Ankas Diana bekommt hier Reggae-Anstrich, Chor und ein Extra-'n' im Titel verpasst. www.bbemusic.com 

special 02 21 young guyana..ein Jewel Case (mit Wendecover-Booklet) ausnahmsweise die bessere Wahl gewesen

© cinesoundz 2021